EU-Projekte

An diesen EU-Projekten haben wir uns bisher beteiligt:
- „Recycling People“
- „TARGET“
- „Lokale Projektzentren“
- „NGO-Austausch Bremen-Gdansk“
Wir sind stets interessiert an Kooperationspartnerschaften für gemeinsame Projektentwicklung und inhaltlichen Austausch in Deutschland und dem europäischen Ausland (incl. EU-Beitrittskandidaten).
„Recycling People“ Environment – awareness raising – Good practices and conference on recycling and social enterprises
Am EU-Projekt „Recycling People“ von 1999 bis 2000 war das ÖkoBüro in Kooperation mit ÖkoStadt als einer von 8 EU-Partnern beteiligt
Im Verlauf des Projektes wurde untersucht, ob und wie sich der Recycling-Sektor
als Beschäftigungsfeld für soziale Betriebe anbietet und wie
sozial Benachteiligte dort integriert und qualifiziert werden können.
In der ersten Projektphase wurde von jedem EU-Partner die Situation der Aufbereitungsunternehmen im eigenen Land ermittelt. Gesetze, Steuerregelungen, Finanzierungsinstrumente und besonders die Rolle der sogenannten sauberen Technologien wurden untersucht. Zu ausgesuchten vorhandenen Projekten wurden Fallstudien durchgeführt (Deutschland: „Nutzmüll e.V.“ in Hamburg und „Recyclinghof Huchting“ in Bremen).
Im zweiten Teil der Projektarbeit fand in Seminaren ein Austausch der verschiedenen Partner über Vor- und Nachteile sowie Übertragbarkeiten statt. Es wurde eine Realisierungsstudie für einen Ausbildungskurs für Sozialunternehmensmanager erstellt.
Auf einer Konferenz im Jahr 2000 wurden die Resultate veröffentlicht. Ein Abschlussbericht in englischer Sprache liegt vor. Projektträger war die CECOP R&D, Brüssel.
„TARGET“ Travel Awareness Regional Groups for Environmental Transport
Im Rahmen des Projekts wurden verschiedene Mobilitätskonzepte in europäischen
Städten und Ländern verglichen. Die in Form einer Studie vorliegenden Ergebnisse
sind auf andere Städte übertragbar.
ÖkoStadt untersuchte die Realisierbarkeit von Fahrradstationen und anderen Fahrradaufbewahrungsmöglichkeiten an zentralen aber vor allem auch an dezentralen (d.h. Neben-) Bahnhöfen. Fahradstationen beugen Fahrraddiebstahl und Sachbeschädigung vor und fördern die Benutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel, indem sie Pendlern und Pendlerinnen die Möglichkeit geben, Bahn und Fahrrad zu kombinieren. Drei dezentrale Bremer Bahnhöfe (Vegesack, Burg und Sebaldsbrück) wurden auf vorhandene Strukturen, Nachfrage und Potential hin begutachtet.
Neben Exkursionen zu den Fahrradstationen in Lüneburg und Münster wurden erste Verbesserungen und Ausbaumöglichkeiten vorgeschlagen und allgemeine Aussagen zur Erleichterung der Übertragung auf andere Städte getroffen.
Ergebnis sind fundierte konzeptionelle Vorschläge für den geplanten Bau der Bremer Fahrradstation am Hauptbahnhof mit 1400 Einstellplätzen und differenziertem Serviceangebot sowie das Aufzeigen von Möglichkeiten dezentraler Fahrradaufbewahrung. Entstanden ist ein EU-kompatibler Leitfaden für Kommunen zur Ermittlung der geeigneten Fahrradabstellformen.
Weitere Informationen zum Projekt finden sie unter: www.eu-target.net.
„Lokale Projektzentren und Ökonomie im Viertel – Beiträge zur Finanzierung und gegenseitiger Hilfe für erwerbs- und sozialwirtschaftlicher Kleinstunternehmen“
Das EU-Projekt ist eines von 33 europäischen Projekten, die über das
EU-Programm „Vorbereitende Maßnahmen zu lokaler Beschäftigung“
von der europäischen Kommission gefördert wurden.
Ausgehend von der These, dass lokale Projektzentren und -zusammenschlüsse als selbstorganisierte Initiativen vor Ort gute Erfahrungen in der Mobilisierung von verschiedenen Finanzierungselementen und gegenseitiger Unterstützung gesammelt haben, wurden im Rahmen dieses Projektes (2001/2002) ihre Erfahrungen ermittelt und deren Übertragbarkeit untersucht.
Erarbeitet wurden Fallstudien über unterschiedliche Projektezentren. In Bremen und Umgebung waren das „Kulturzentrum Lagerhaus“ und das „Ökozentrum Verden“ Gegenstand der Untersuchungen.
In einem praktischen Leitfaden für NachahmerInnen wurden die untersuchten Einrichtungen präsentiert. Ihre Erfahrungen mit lokale Projektzentren oder Zusammenschlüsse in Finanzierungsfragen wurden hier zusammengetragen und bewertet. Der Leitfaden liegt in deutsch in gedruckter Form vor.
„Management und Förderung von lokalen ökonomischen Prozessen“
In einem Folgeprojekt (2002/03) waren in Bremen die „Ausbildungskooperative (AUCOOP)“
sowie ein ähnlich arbeitendes Projekt in Darmstadt Gegenstand der Untersuchung.
Als projektbegleitende Aktionen wurden mit der „AUCOOP“ vier (1-3 tägige) Workshops zu neuen Konzepten, Ideen, Möglichkeiten und Entwicklungen durchgeführt.
Die holländischen Partner haben die zusammengefassten Ergebnisse aller Fallstudien veröffentlicht (sog. over-cross-Studie).
Im Ergebnis zeigte sich: Soziale Unternehmen sind Quelle der Inspiration und Erneuerung in der lokalen
und regionalen Entwicklung im Rahmen von Partnerschaften mit dem öffentlichen
und dem privaten Sektor.
Die Gesamtstudie „Erfolgreiche Partnerschaften für die Sozialwirtschaft“ dient als Handlungsleitfaden für politische Entscheidungsträger, Beamte, Management und Mitarbeiter des öffentlichen- und des privaten Sektors sowie für die Mitarbeiter in sozialen Unternehmen.
Die lokalen Untersuchungen sind in der Originalsprache sowie auf Englisch erhältlich. Die gemeinsame Veröffentlichung „Erfolgreiche Partnerschaften für die Sozialwirtschaft“ ist sowohl auf Englisch als auch in den Sprachen der verschiedenen Untersuchungspartner, beim Verein ÖkoStadt Bremen, erhältlich.
„NGO-Act Bremen-Gdansk 2005/2006“
Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft zwischen Bremen und Danzig fanden 2006 in Bremen und Gdansk zwei deutsch-polnische Foren statt, die vom „Kulturzentrum Lagerhaus“ und der Pommerschen Stiftung „Slonecznik“ (Sonnenblume) moderiert wurden.
Zwischen 29 polnischen RepräsentantInnen aus 16 NGOs und 26 RepräsentantInnen aus 19 Bremer Organisationen wurden an fünf thematisch orientierten Tischen (Kultur, Ökologie/Mobilität, Bildung, Wasser/Sport, Sonstige Themen) so genannte Tandems gebildet, die einen verbindlichen und nachhaltigen Erfahrungsaustausch pflegen und praktische Projekte entwickeln sollen.
Um die inhaltliche Arbeit abzusichern, wurden verschiedenste Finanzierungsformen untersucht wie der Einsatz von Stiftungsgeldern, EU-Förderung, Sponsoring, Fördermittel für die Städtepartnerschaft sowie Eigenmittelaufkommen.
Konkrete Projekte haben sich im erwähnten Tandemverfahren entwickelt, zum Beispiel Tanz-, Musik- und Literaturveranstaltungen. Auch im Bereich Fahrradtourismus und CarSharing wurden Projekte initiiert. Darüber hinaus sind gegenseitige Besuche und gemeinsame Unternehmungen im Bereich Wassersport, Naturerkundung, Kindergartenpädagogik und Projektarbeit in Grundschulen geplant.
Weitere Informationen unter: www.hb-gd-ngo-act.de.